Regeln für Meldeplatz
Meldeplatz funktioniert nur, wenn sich alle Beteiligten daran halten — die, die melden und kommentieren, genauso wie die Redaktion, die prüft und veröffentlicht. Hier steht, was wir voneinander erwarten.
Worum es hier geht
Meldeplatz dient dem Lernen aus Fehlern und Beinahe-Fehlern im Rettungsdienst — nicht der Bloßstellung einzelner Personen. Jede Meldung, jeder Kommentar sollte diesem Ziel dienen: Was ist passiert, was hat dazu beigetragen, was können andere daraus lernen?
Was gehört auf Meldeplatz – und was nicht?
Damit jede Meldung dort landet, wo sie am meisten bewirkt, hier eine Einordnung, was bei uns gut aufgehoben ist und was eher woanders hingehört.
Gehört hierher:
- Regelverstoß — wenn bestehende Vorgaben (Gesetze, Verordnungen, Herstellerangaben, Fachempfehlungen, medizinische Leitlinien) ohne nachvollziehbaren Grund ganz oder teilweise nicht eingehalten wurden.
- Schadenmeldung — wenn ein Patient oder eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter erkennbar oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Schaden gekommen ist.
- Ereignismeldung mit konkretem Bezug — die Schilderung einer tatsächlichen Situation, aus der sich eine echte Sicherheitsrelevanz für Patienten oder Mitarbeitende ergibt.
Gehört eher nicht hierher (und wohin dann):
- Beschwerden über einzelne Personen/Organisationen, die eine ausführliche Klärung mit allen Beteiligten erfordern — das braucht ein persönliches Gespräch oder einen offiziellen Beschwerdeweg, keine anonyme Plattform.
- Beschimpfungen, Beleidigungen, Diskriminierung — reine Angriffe auf Personen ohne sachlichen Inhalt haben hier keinen Platz und werden nicht veröffentlicht.
- Allgemeine Kritik am Rettungsdienstsystem ohne Bezug zu einem konkreten Ereignis — wichtig, aber kein Fall für eine Ereignismeldung.
- Fehler an Medizinprodukten oder Geräten selbst (nicht an deren Anwendung) — das gehört an den Medizinprodukte-/Gerätebeauftragten deiner Wache bzw. Rettungsdienststelle, den Hersteller oder die zuständige Aufsichtsbehörde. Gleiches gilt für Probleme mit nicht zentral beschafftem Material ohne erkennbaren systemischen Hintergrund.
- Reine Verbesserungsvorschläge ohne erkennbare Gefährdung — gerne im Team oder über andere Kanäle einbringen, hier geht's um sicherheitsrelevante Ereignisse.
- Überlastungsanzeigen oder Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer — das sind arbeitsrechtliche Themen, für die es andere, geeignetere Wege gibt (z. B. Personalrat, Vorgesetzte).
Wichtiger Hinweis zu strafbarem oder grob fahrlässigem Verhalten
Meldeplatz dient dem Lernen aus Fehlern und Beinahe-Fehlern — nicht der Selbstanzeige. Wenn du dich durch dein Handeln selbst strafbar gemacht oder grob fahrlässig gehandelt hast, poste das nicht hier. Eine Veröffentlichung auf dieser Plattform ändert nichts an einer eventuell bestehenden Anzeige-, Melde- oder sonstigen rechtlichen Pflicht, und die hier gemachten Angaben können unter Umständen rechtliche Konsequenzen für dich haben. Wende dich in solchen Fällen an eine Rechtsberatung, deine Berufshaftpflicht oder die zuständige Stelle in deiner Organisation.
Für meldende und kommentierende Personen
- Keine identifizierenden Angaben. Keine Namen von Patient:innen, Kolleg:innen oder dir selbst, keine Geburtsdaten, Einsatz- oder Fallnummern, keine genauen Orts- oder Zeitangaben, über die einzelne Personen erkennbar würden.
- Sachlich bleiben. Beschreibe den Ablauf, nicht die Person. Formulierungen wie "der Kollege hat versagt" helfen niemandem — "die Übergabe war nicht strukturiert" schon.
- Rettungsdienst-Bezug. Meldungen und Kommentare sollen sich auf Abläufe, Ausrüstung, Kommunikation oder Organisation im Rettungsdienst beziehen.
- Kein Raum für Diskriminierung oder Beleidigung. Inhalte, die Menschen aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Religion oder anderen Merkmalen abwerten, werden nicht veröffentlicht.
- Keine Werbung oder Fremdinhalte außerhalb der dafür vorgesehenen Anzeigenflächen.
- Wahrheitsgemäß melden. Erfundene oder bewusst irreführende Meldungen schaden dem Vertrauen in die Plattform und werden abgelehnt.
Für die Redaktion und Administration
- Vertraulichkeit. Wer meldet, bleibt intern — auch bei anonymen Meldungen technisch nachvollziehbar zugeordnet —, aber diese Zuordnung wird niemals veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.
- Sorgfältige Prüfung. Jede Meldung wird vor Veröffentlichung darauf geprüft, ob noch identifizierende Angaben enthalten sind, und bei Bedarf dazu eine Rückfrage gestellt, statt sie einfach abzulehnen.
- Faire, zügige Bearbeitung. Meldungen werden zeitnah geprüft — niemand soll unnötig lange auf eine Rückmeldung warten.
- Gleichbehandlung. Es gelten für alle Meldungen dieselben Maßstäbe, unabhängig davon, wer sie eingereicht hat oder worüber sie berichten.
- Zurückhaltung bei Eingriffen. Inhaltliche Korrekturen (z. B. Tippfehler oder das Entfernen identifizierender Details) werden sparsam und nachvollziehbar vorgenommen — der Sinn einer Meldung wird dabei nicht verändert.
- Datensparsamkeit. Es werden nur die Daten verarbeitet, die für den Betrieb der Plattform nötig sind — Details dazu stehen in der Datenschutzerklärung.
Was passiert bei einem Verstoß?
Meldungen oder Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden nicht veröffentlicht oder nachträglich zurückgezogen. Das kann auch passieren, nachdem ein Beitrag bereits sichtbar war — zum Beispiel, wenn uns ein anderer Nutzer über die "Melden"-Funktion auf ein Problem aufmerksam macht.
Bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen (z. B. bewusst falsche Meldungen, beleidigende Inhalte) kann der Zugang zu Meldeplatz eingeschränkt werden.
Fragen dazu? Schau in die häufigen Fragen oder die Datenschutzerklärung.